Schadenbesichtigung

Am 26. Dezember 2003 sind im südlichen Iran durch ein Erdbeben der Stärke 6.6 30'000 bis 40'000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 100'000 wurden verletzt. Wir haben die betroffene Gegend kurze Zeit später als Experten besucht und bei eingehender Betrachtung der Gebäudeschäden verschiedene Baumängel festgestellt. Hauptursache der schweren Schäden war die Unzulänglichkeit der aussteifenden Elemente, und zwar durchwegs, sowohl beim alten Mauerwerk als auch bei neuen Betonwänden und desgleichen bei den Stahlbaukonstruktionen.

 

Bei Häusern mit Stahlbaurahmen hatten die Windverbände versagt. Die Mauerwerksbauten haben Schubbrüche erlitten und sind eingestürzt.

 

Sogar neue Betonbauten hatten nicht genügend Festigkeit, um der Erschütterung standzuhalten; dies aus Mangel an Duktilität und wegen Unvollständigkeit der konstruktiven Bewehrung in den Stützen.

 

Die alte Zitadelle, die mehrheitlich aus Lehm und Steinen gebaut war, ist zum grössten Teil vernichtet. Es ist ein Rekonstruktionsprogramm zum Wiederaufbau der Zitadelle angelaufen.